Hypothesentest Schritt für Schritt – ohne Panik durchgerechnet

Beim Hypothesentest schalten viele innerlich ab. Völlig zu Unrecht, denn im Kern ist das ein ganz nüchternes Verfahren: Du stellst eine Behauptung auf und prüfst, ob deine Daten dazu passen – oder eben nicht. Das Ganze läuft immer nach demselben Schema ab.

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t-Test-Rechner

Die 5 Schritte

Egal ob t-Test, Binomialtest oder Chi-Quadrat – der Ablauf ist immer gleich:

  1. Nullhypothese H₀ und Alternativhypothese H₁ aufstellen.
  2. Signifikanzniveau α festlegen, meist 5 %.
  3. Passende Teststatistik wählen und aus den Daten berechnen.
  4. Ablehnungsbereich bestimmen oder den p-Wert berechnen.
  5. Entscheiden: Liegt der Wert im Ablehnungsbereich (bzw. p < α), wird H₀ verworfen.

Nullhypothese – was ist das eigentlich?

Die Nullhypothese ist sozusagen die langweilige Annahme: „Es gibt keinen Effekt, keinen Unterschied, alles wie bisher.“ Die Alternativhypothese ist das, was du eigentlich zeigen willst.

Wichtig: Man versucht immer, H₀ zu widerlegen. Bestätigen kann man sie nicht – man kann sie höchstens nicht ablehnen.

Rechenbeispiel: Ist die Münze fair?

Du wirfst eine Münze 20-mal und bekommst 16-mal Kopf. H₀: p = 0,5. H₁: p > 0,5. α = 5 %.

Unter H₀ ist X binomialverteilt mit n = 20, p = 0,5. P(X ≥ 16) ≈ 0,006. Das liegt deutlich unter 0,05 – also wird H₀ verworfen. Die Münze ist mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht fair.

Fehler 1. und 2. Art

Fehler 1. Art (α-Fehler): Du lehnst H₀ ab, obwohl sie stimmt – falscher Alarm. Fehler 2. Art (β-Fehler): Du behältst H₀, obwohl sie falsch ist – ein echter Effekt wird übersehen.

Beide kann man nicht gleichzeitig beliebig klein machen. Wer α senkt, erhöht in der Regel β – außer man vergrößert die Stichprobe.

Häufige Fragen

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